Effektiv schreiben lernen: Kleine Schreibhappen machen dich endlich produktiv

Kennst du das? Du willst endlich deinen Roman oder wichtigen Artikel schreiben, aber sobald du am Schreibtisch sitzt, fühlst du dich überwältigt. Die schiere Größe des Projekts erschlägt jede Motivation. Kein Wunder, dass die Kreativität ins Stocken gerät. Die Lösung ist einfacher als gedacht: Kleiner Schreibhappen statt großer Textberg.

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Warum kleine Schreibhappen so effektiv sind

Der entscheidende Trick liegt im bewussten Abteilen. „Der Artikel muss in 2 Wochen fertig sein“ erzeugt nur Druck und lockt Schreibblockaden. Stattdessen machst du dein Projekt greifbar, indem du es in konkrete, machbare Einheiten aufteilst.

Warum wird es greifbar? Beim Abteilen konkreter kleiner »Portionen« kannst du gar nicht anders, als dir bewusst einen thematisch abgegrenzten Bereich herauszugreifen. Es geht also nicht (nur) darum, eine zeitliche Begrenzung festzusetzen (»Ich schreibe jetzt 30 Minuten«), sondern dir einen konkreten Teilbereich herauszugreifen. 

Schreib den Arbeitsauftrag irgendwo hin, denn beim Notieren beschäftigt sich dein Unterbewusstsein schon mit der Aufgabe!

Beispiele für konkrete Schreibsessions

Statt »der Artikel wird jetzt fertiggeschrieben«

»In den nächsten 30 Minuten baue ich aus dem Interview mit Frau Müller 6 Sätze im O-Ton in den Artikel ein.«

Statt »Heute schreibe ich an meinem Roman weiter!«

»In den nächsten 50 Minuten schreibe ich den ersten Entwurf der Diskussion zwischen Flora und Drakon nach ihrem Duell.«

Deine Erfolgsformel für produktives Schreiben

1. Plane deine Schreibhappen

–  Setze konkrete Zeitrahmen. 30 bis 50 Minuten sind eine gute Zeitspanne. Arbeitest du mit Schreibsprints, können auch 15 bis 20 Minuten sehr effektiv sein.

– Wähle einen »Happen« aus deiner Gliederung

– Wähle realistische Portionen, lieber zu klein als zu groß. Du kannst dir jederzeit einen weiteren »Happen« holen, wenn du früher fertig bis

2. Definiere ein Ziel und halte es kurz schriftlich fest.

Das kann eine handschriftliche Notiz auf einem Schmierzettel sein.

Definiere für jede Schreibsession ein klares, erreichbares Ziel:

Frau schreibt im Notebook

3. Gib dir eine klitzekleine Vorbereitungszeit

Du musst nicht das gesamte Projekt durchgeplant haben. Aber klare Vorstellungen von den nächsten Szenen oder Abschnitten steigern deine Produktivität enorm. 

Stell dir auf einem Timer 5 bis maximal (!) 10 Minuten Zeit ein, um kurz deine Ideen für den Texthappen zu sammeln (gedanklich) und um Stichpunkte zu notieren. (Tipps zur Vorbereitung findest du im Blogpost »Schreibsprints«.) 

Ist die Vorbereitungszeit um, stelle den Timer für die Schreibzeit. 

4. Arbeite immer mit Timer

Arbeite mit Timern im Handy, der AppleWatch, am Computer oder einer App wie Llama Life.

Stell dir 30 oder 50 Minuten Zeit ein. (Für Schreibsprints: 15 oder 20 Minuten.)

In der Schreibzeit bleibst du bei der Aufgabe. Keine Ablenkungen, keine Unterbrechungen. Schreib weiter! (Tipps dazu findest du im Blogpost »Schreibsprints«.) 

5. Die Zeit ist um?

Notiere dir noch schnell in Stichpunkten, was als nächstes kommt. Das ist Gold wert als Vorbereitung für die nächste Schreibsessions.

Du kannst im Pomodoro-Style mehrere Schreibsessions aneinanderhängen, aber denk daran, dir nach jeder Session 5 bis 10 Minuten Pause zu gönnen. Und hänge maximal 4 Sessions aneinander, sonst verpufft die Konzentration.

Eine meiner Lieblings-Affirmationen für das Schreiben ist:

Progress not Perfection 

 

Auf Deutsch könnte man sagen:

Fortschritt statt Fehlerfreiheit oder Prozess statt Perfektion.

6. Bereite die nächsten Schreib-Sessions optimal vor

Bleib täglich an deinem Projekt. Du hast zwischendurch 5 oder 15 Minuten Zeit? Investiere sie in einen Schreibsprint oder in die Vorbereitung der nächsten Schreibsessions.

Zum Beispiel könntest du: 

6. Nach dem Schreiben ist vor dem Schreiben

Reflektiere nach den ersten Sessions und auch später noch ab und zu:

Diese Erkenntnisse helfen dir, die nächsten Schreibhappen noch besser zu planen.

Inspiration durch Visualisierung

Füttere bei großen Projekten dein Unterbewusstsein immer mal wieder mit Bildern, Klängen und weiteren sensorischen Eindrücken. 

Von Schreibhappen zur dauerhaften Schreibroutine

Diese Methode stammt aus meinem Coaching-Toolkasten, mit dem ich Autor:innen weg von den abschreckenden SMART-Goals bringe, hin zu tranformativen Zielen, die man täglich, auch im stressigsten Alltag, umsetzen kann

Mit dieser Methode verwandelst du überwältigende Schreibprojekte in machbare Einheiten. Du entwickelst ein besseres Gefühl für realistische Ziele und siehst täglich Fortschritte. Das motiviert und macht das Schreiben zur erfolgreichen Routine.

 

Statt vor dem großen Berg zu erstarren, kletterst du nun von Hügel zu Hügel – und kommst dabei weiter als je zuvor. Hast du noch Fragen zum Schreibprozess oder zu deinem Projekt? Ich helfe dir in einer Textsprechstunde gern weiter. 

Nina Katharina Weber Lektorat Businessbuch Buchkonzepte Schreibbegleitung

Wer schreibt dir hier?

Hej! Ich heiße Nina, habe lange als Verlagslektorin, Autorin und Ghostwriterin gearbeitet.

Alles, was ich gelernt habe, setze ich jetzt ein, um Menschen dabei zu unterstützen, ihre Texte, Herzensbücher und Businessbücher zu veröffentlichen.

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